Die Stadt Halle, die seit 1840 Eisenbahnanschluss hatte, dehnt sich durch die Industrialisierung rasch über ihre mittelalterlichen Stadtgrenzen aus und verschmolz mit den Vorstädten. Mit der Stadtvergrößerung musste auch eine Lösung für den innerstädtischen Verkehr gefunden werden.
Geschichte der Straßenbahn Halle
Hallesche Straßenbahn AG (Pferdebahn 1882-1911)
Zwischen Marktplatz und Giebichenstein bzw. Trotha verkehrt ein Pferdeomnibus in der mittlerweile rund 65.000 Einwohner großen Stadt. (Erster ÖPNV in Halle)
Beschluss der Stadtverordnetenversammlung über die Errichtung einer Pferdebahn.
Vertragsabschluss über den Bau und Betrieb einer Straßenbahn in Halle. Vereinbarte Linienführung:
a) Bahnhof – Leipziger Platz – Leipziger Turm – Marktplatz – Ulrichstraße – Universitätsreitbahn – Geiststraße – Mühlweg – Burgstraße – Trothaer Straße – Saalschlossbrauerei (4,6 km)
b) wie a), aber zwischen Leipziger Turm und Universitätsreitbahn über Poststraße – Alte Promenade (5,8 km)
Beginn der Bauarbeiten an den Gleisanlagen.
Abschluss aller Bauarbeiten und Aufnahme des Probebetriebs mit vier Wagen.
Feierliche Eröffnung der Pferdestraßenbahn vom Bahnhof nach Giebichenstein. Um 13:00 Uhr wird die Hallesche Straßenbahn mit 12 einspännigen Wagen in Betrieb genommen. Das Depot befand sich in der Klosterstraße.
Im ersten vollen Betriebsjahr werden 1,43 Millionen Personen befördert.
Nach mehrjährigen vergeblichen Bemühungen wird die Genehmigung zur Elektrifizierung der Halleschen Straßenbahn AG erteilt. Widerstand kam u. a. vom physikalischen Institut der Universität Halle, das negative Auswirkungen auf empfindliche Messinstrumente befürchtete. Selbst Wilhelm Röntgen sprach sich gegen die Elektrifizierung in Institutsnähe aus.
Alle Straßenbahnen in Halle werden elektrisch betrieben. Zwischen Bernburger Straße und Hauptbahnhof wird wegen Einsprüchen vorerst Akkubetrieb verwendet.
In der Seebener Straße wird ein neues Depot und Kraftwerk errichtet.
Einstellung des Akkumulatorenbetriebs – die Strecke erhält Oberleitung.
Einführung von Haltestellen.
Alle Straßenbahnlinien sind nun mit Schaffnern besetzt.
Die Stadtgemeinde Halle kauft die Hallesche Straßenbahn AG. Die Bahn wird fortan als „Städtische Straßenbahn Halle“ betrieben.
Stadtbahn Halle (1890–1917)
Vertragsabschluss über den Bau und Betrieb einer zweiten Straßenbahn in Halle: Stadtbahn Halle.
Vereinbarte Linienführung:
- Roßplatz – Marktplatz – Franckeplatz – Rannischer Platz (1,9 km)
- Marktplatz – Talamtstraße – Mansfelder Straße – Schieferbrücke (0,6 km)
- Roßplatz – Leipziger Platz – Schmiedstraße (3,0 km)
- Delitzscher Straße – Franckestraße – Franckeplatz (0,8 km)
Die Stadtbahn Halle nimmt als zweite Pferdebahngesellschaft den Betrieb auf den Strecken Roßplatz – Leipziger Platz und Roßplatz – Post auf. Wegen der grünen Farbgebung der Wagen wird sie „Grüne Bahn“ genannt, im Gegensatz zur „Roten Bahn“.
Außer der Strecke Leipziger Platz – Schmiedstraße werden alle vereinbarten Linien befahren.
Vertragsabschluss zwischen AEG und der Stadt Halle über die Einführung des elektrischen Betriebes auf den Stadtbahn-Linien nach dem Spragueschen System. Dank weitsichtiger Kommunalpolitiker wurde Halle zur ersten Stadt Europas mit moderner elektrischer Straßenbahn. Diese Entscheidung prägte zahlreiche Städte in Deutschland, Russland und Skandinavien.
Die AEG übernimmt die 1889 gegründete Stadtbahn Halle.
Die Strecke Leipziger Platz – Schmiedstraße wird in den Linienverkehr aufgenommen.
Aufnahme des elektrischen Betriebes auf der Linie Roßplatz – Schmiedstraße.
Letzter Einsatz von Pferdebahnwagen bei der Stadtbahn Halle.
Elektrischer Betrieb auf allen Linien der AEG Stadtbahn Halle – Halle ist damit die erste Stadt Europas mit einem vollständigen elektrischen Straßenbahnnetz.
Eröffnung der Stadtbahn-Linie Roßplatz – Ludwig-Wucherer-Straße – Reilstraße – Wittekind.
Verlängerung der Strecke von Wittekind (Kurallee) bis nach Trotha.
Einführung von Haltestellen.
Alle Straßenbahnlinien sind mit Schaffnern besetzt.
Linienübersicht:
- Linie 1: Rannischer Platz – Marktplatz – Walhalla – Riebeckplatz – Artilleriekaserne
- Linie 2: Schlachthof – Riebeckplatz – Franckeplatz – Hettstedter Bahnhof
- Linie 4: Hettstedter Bahnhof – Marktplatz – Walhalla – Zoo
- Linie 5: Hauptbahnhof – Walhalla – Zoo – Bahnhof Trotha
- Linie 6: Hauptbahnhof – Rannischer Platz – Böllberger Weg
Erstmals werden Frauen als Schaffnerinnen bei beiden Bahnen eingestellt – eine Folge des Ersten Weltkrieges.
Frauen übernehmen auch Aufgaben als Triebwagenführerinnen.
Die Stadtgemeinde kauft die AEG-Stadtbahn für 4,9 Millionen Mark. Am 1. Januar 1918 erfolgt die Vereinigung mit der Städtischen Straßenbahn Halle.
Städtische Straßenbahn Halle (1911-1951)
Inbetriebnahme der neuen Linie C auf der Strecke Marktplatz - Riebeckplatz - Hauptbahnhof - Büschdorf - Schönnewitz (Ortsteil von Reideburg)
Der Streckenverlauf von Schönnewitz wird bis nach Reideburg verlängert.
Erstmalige Einstellung weiblicher Arbeitskräfte als Schaffnerinnen bei beiden Bahnen infolge des 1. Weltkrieges.
Linienführung 1915
A: Bahnhof - Marktplatz - Reileck - Giebichenstein - Angerweg
B: Bahnhof - Poststraße - Theater - Mühlweg - Giebichenstein - Cröllwitz
C: Marktplatz - Delitzscher Straße - Schönnewitz - Reideburg
Frauen kommen auch als Triebwagenführer zum Einsatz.
Die beiden halleschen Straßenbahnbetriebe "Stadtbahn Halle" und "Städtische Straßenbahn Halle" werden vereinigt zur Städtische Straßenbahn Halle.
Eine einheitliche Fahrzeugnummerierung und Farbgebung ist die Folge.
Im Anschluss an die Liniennummern 1-6 der ehemaligen Stadtbahn Halle erhalten die Linien A, B und C der ehemaligen
Halleschen Straßenbahn AG die Liniennummern 7, 8 und 9.
Ablösung der Stangenstromabnehmer durch Lyrabügel auf allen Triebwagen.
Bau einer Abstellhalle, sowie Einbau von 19 Weichen und 1375 m Gleis an der Freiimfelder Straße.
Beginn des Einsatzes von 20 neuen Trieb- und 40 neuen Beiwagen von der Waggonfabrik Wismar und Neugestaltung des Liniennetzes.
die mit geschlossenen Perrons ausgeliefert wurden.
Neues Liniennetz 1921
1: Beesener Straße - Rannischer Platz - Marktplatz - Steintor - Reileck - Trotha (6,2 km)
2: Schlachthof - Hauptbahnhof - Franckeplatz - Hallorenstraße - Hallmarkt (3,8 km)
3: Böllberger Weg - Rannischer Platz - Marktplatz - Reileck - Bahnhof Trotha (7,5 km)
4: Hettstedter Bahnhof - Marktplatz - Steintor - Riebeckplatz - Damaschkestraße (5,5 km)
5: Hauptbahnhof - Riebeckplatz - Steintor - Reileck - Zoo (4,7 km)
6: Hauptbahnhof - Riebeckplatz - Rannischer Platz - Böllberger Weg (2,9 km)
7: Hauptbahnhof - Riebeckplatz - Reileck - Giebichenstein - Schollstraße (4,7 km)
8: Hauptbahnhof - Leipziger Turm - Post - Bebelstraße - Mühlweg - Burgstraße - Cröllwitz (4,6 km)
9: Seebener Straße - Reileck - Marktplatz - Riebeckplatz - Büschdorf - Reideburg (9,6 km)
10: Zoo - Reileck - Steintor - Riebeckplatz - Damaschkestraße (6,1 km)
11: Hauptbahnhof - Riebeckplatz - Rannischer Platz - Beesener Straße (1,8 km)
12: Hauptbahnhof - Riebeckplatz - Marktplatz - Ulrichstraße - Mühlweg - Burgstraße - Cröllwitz (4,7 km)
Erster Streckenneubau nach dem 1. Weltkrieg - Linie 3 vom Rannischen Platz zur Blindenanstalt.
Beginn der Auswirkungen der Inflation. Laufende Verringerungen der Verkehrsdurchführungen mit Preissteigerungen und Linienkürzungen bzw. Linieneinstellungen bestimmen das Bild der Straßenbahn.
Fahrpreisentwicklung
01. August 1919: 20 Pfennig
14. Juli 1923: 1500 Mark
24. November 1923: 150 Mrd. Mark
25. November 1923: 15 Reichspfennig
Beschaffung von 91 Trieb- und 50 Beiwagen (Tw Nr. 121-200, 400-410, Bw Nr. 241-290).
Die Fahrzeuge lieferten folgende Hersteller:
Tw 121-138: Waggonfabrik Lindner Ammendorf
Tw 139-150: Waggonfabrik Schöndorff
Tw 151-160: Waggonfabrik Gotha
Tw 161-410: Waggonfabrik Lindner Ammendorf
Bw 241-255: Waggonfabrik Gotha
Bw 256-270: Waggonfabrik Niesky
Bw 271-290: Waggonfabrik Lindner Ammendorf
auch als Kirchenfensterwagen bezeichnet.
Verlängerung der Linie 1 von der Dessauer Straße bis zum Gertraudenfriedhof.
Verlängerung der Linie 8 bis zur Dölauer Straße (ab 06. Dezember bis Schwuchtstraße).
Eröffnung der Heidelinie und Inbetriebnahme der neuen Wagenhalle Freiimfelder Straße.
Inbetriebnahme der Hauptwerkstatt Freiimfelder Straße.
Etappenweiser Ausbau der Nord-Süd-Strecke Beesener Straße - Artilleriestraße.
Streckenlänge: 41,8 km
Betriebsmittel: 169 Triebwagen
93 Beiwagen
28 Spezialwagen
2 Autoturmwagen
Beschäftigte: 981
beförderte Personen: 38,6 Mio.
Bezug des Verwaltungsgebäudes Freiimfelder Straße und Schließung des Depots Roßplatz.
Im Ergebnis der seit dem 01. September 1929 eingeführten gemeinsamen Geschäftsführung aller städtischen Betriebe erhält die hallesche Straßenbahn die neue Bezeichnung Werke der Stadt Halle - AG (WEHAG), Abteilung Straßenbahn.
Eröffnung der ersten Buslinie Nr. 20 vom Riebeckplatz bis Wörmlitz.
Beginn der Wiedereinstellung weiblichen Personals für den Fahrdienst.
Stilllegung der Strecken Riebeckplatz - Franckeplatz - Hallmarkt und Trotha/Oppiner Straße - Bahnhof Trotha.
Weiterhin gibt es erhebliche Verkehrseinschränkungen nach Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Die Straßenbahn erwirbt den von der Waggonfabrik Lindner AG in Ammendorf gebauten Mustertriebwagen 500.
Einführung des bis 1990 bestehenden Einheitstarifes von 15 Pfennigen.
Einstellung des gesamten Bahnbetriebes.
Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs auf der Strecke Schlachthof - Steintor - Reileck - Burg Giebichenstein -
Depot Seebener Straße
Das gesamte Gleisnetz ist wieder befahrbar, bis auf die 1939 stillgelegten Teilstrecken.
1946 beförderte die Straßenbahn 107 Millionen Fahrgäste.
Abbau der Gleisanlagen vom Leipziger Turm bis zum Mühlweg.
Umwandlung der WEHAG in ein Kommunales Wirtschaftsunternehmen:
Versorgungs- und Verkehrsbetriebe der Landeshauptstadt Halle (KWU)
Zahlreiche Randgemeinden (u.a. Ammendorf, Reideburg, Büschdorf) werden eingemeindet.
Stabilisierung des Straßenbahnverkehrs. Planmäßiger Zugabstand auf allen Linien wieder sechs(!) Minuten.
Erste neue Wagen vom Lokomotiv- und Waggonbau Werdau (LOWA) werden geliefert.
Bis November 1955 werden 11 Trieb- und 25 Beiwagen dieses Typs in Betrieb genommen.
Auflösung der KWU, damit selbständige Verwaltung der Straßenbahn als städtischer Betrieb.
Zusammenschluss mit den Merseburger Überlandbahnen VEB zum Rat der Landeshauptstadt Halle,
Straßen- und Überlandbahn.
VE Verkehrsbetriebe Halle (1952-1990)
Die Straßenbahn wird eigenständiger Betrieb als VEB (K) Straßen- und Überlandbahn Halle.
Der Betrieb erhält die neue Bezeichnung VE Verkehrsbetriebe Halle. In den folgenden Jahren wird der Wagenpark schrittweise mit Fahrzeugen aus Gotha modernisiert. Um die Einrichtungsfahrzeuge einsetzen zu können, erfolgen kurze Streckenverlängerungen mit Bau von Wendeschleifen in der Elsa-Brandström-Straße und in Kröllwitz. Auch in Böllberg, Büschdorf und Trotha werden Gleisschleifen gebaut. Der Personalmangel zwang zur Rationalisierung der Fahrgastabfertigung.
Die Triebwagen verkehren ohne Schaffner als sogenannte Sichtkartenwagen. Da der Kohlebergbau zum Abriss der Gemeinden im Geiseltal führte, machte sich der Abbau der Strecke Frankleben – Mücheln erforderlich. Ausgebaut wurde die Strecke nach Bad Dürrenberg – entsprechend ihrer Bedeutung im Berufsverkehr.
Die Strecke Neumark – Mücheln im Geiseltal wird infolge des Braunkohleabbaus eingestellt.
Weitere Verkürzung der Linie 33 bis Zuckerfabrik Körbisdorf.
Inbetriebnahme der Neubaustrecke Vogelweide – Am breiten Pfuhl.
Verlängerung der Linien 31 und 32 bis nach Trotha. Die Kuppelendstelle Rosengarten wird stillgelegt und die Gleise ausgebaut.
Stilllegung der Strecke Neundorf – Frankleben.
Inbetriebnahme der Wendeschleife Büschdorf.
Die Schaffner werden auch im zweiten Beiwagen eingespart. Ihn durften dann nur noch Fahrgäste mit Zeitkarten benutzen.
Inbetriebnahme einer großen Wendeschleife vor dem VEB Chemische Werke Buna in Schkopau.
Die Zahlbox wird eingeführt. Erster Einsatz von Einzelwagen ohne Schaffner.
Einführung des OS-Betriebs auf der Linie 15. (OS – ohne Schaffner)
Alle innerstädtischen Linien fahren im OS-Betrieb. Schaffner gibt es nur noch auf der Überlandbahn.
Verlängerung der Strecke in Kröllwitz bis zur neuen Wendeschleife am Rand der Heide.
Die Linie 33 fährt nur noch bis zum Depot Frankleben.
Mit Inbetriebnahme der straßenbahneigenen Saale- und Saaleflutbrücken wird der durchgehend zweigleisige Ausbau der Strecke Ammendorf – Schkopau abgeschlossen.
Der Tw 569 kommt als Prototyp der Lizenzproduktion des Gothaer Typs ET 62 von ČKD Prag nach Halle.
Inbetriebnahme der neuen Dessauer Brücke und des besonderen Bahnkörpers bis zur Haltestelle Gertraudenfriedhof.
Nach fast 85-jährigem Betrieb wird die Strecke Thämannplatz – Leipziger Turm – Marktplatz stillgelegt.
Inbetriebnahme der neuen Gleisanlagen nach Fertigstellung der grandiosen Verkehrslösung für das Jahr 2000 auf dem umgestalteten Thälmannplatz. Dieser Platz, der fortan zum Grauen für jeden auswärtigen Kraftfahrer wurde, führte zur Zerstörung der beiden Ost-West-Straßenbahnstrecken durch die Leipziger Straße (Boulevard) und Philipp-Müller-Straße.
Abschluss der Umnummerierung des Wagenparks.
Durch die Auslieferung zahlreicher Neufahrzeuge musste der vorhandene Wagenpark teilweise umgenummert werden, um doppelte Wagennummern zu verhindern.
Innerhalb von 6 Monaten werden aus Prag 86 Trieb- und 110 Beiwagen des zweiachsigen Typs T2D/B2D geliefert.
Inbetriebnahme des 1. Bauabschnittes der Schnellverbindung Leuna - Bad Dürrenberg (2,6 km) mit einer Direktverbindung zwischen Krähenberg und Fährendorf.
Stilllegung des Streckenabschnitts Merseburg Süd II - Depot Frankleben. Damit verschwindet die Straßenbahn nach 50 Betriebsjahren aus dem Geiseltal.
Neugestaltung des gesamten Liniennetzes. Einführung einer neuen Linie 5 Trotha - Leuna als Ersatz für die Linien 31 und 32. Die Kuppelendstelle an der Damaschkestraße wird beseitigt.
Inbetriebnahme der Gleisverbindung zwischen Großer Steinstraße und Ulrichstraße.
Stilllegung der Strecke Thälmannplatz - Rannischer Platz.
Die ersten beiden Triebwagen vom Typ T4D treffen aus Prag ein. Dieser Wagentyp löst in den Folgejahren alle älteren Fahrzeuge ab.
Die Wendeschleife in Bad Dürrenberg wird in Betrieb genommen.
Umrüstung der elektrischen Weichen auf induktive Steuerung.
Der Straßenbahnverkehr auf der Linie 10 zwischen Büschdorf und Reideburg wird eingestellt. Damit verschwindet die letzte Rangierendstelle in Halle.
Die Umstellung der Linie 5 auf Tatrazüge beginnt.
Die Linie 5 wird von Trotha nach Bad Dürrenberg verlängert. Mit 30,7 Kilometern ist sie die längste Straßenbahnlinie der DDR und noch heute eine der längsten Straßenbahnlinien Deutschlands.
Inbetriebnahme einer Verbindung zwischen Leuna/Industrietor und Leuna/Karl-Marx-Platz (Pfalzplatz) über die Rössener Brücke zum Wenden der Einsatzwagen.
Umbenennung der E-Wagen Frohe Zukunft - Ammendorf - Schkopau in Linie 10.
Die Strecke Merseburg - Bad Dürrenberg ist durchgehend zweigleisig befahrbar.
Stilllegung und Abbau der 1952 errichteten Wendeschleife Ammendorf/Rathaus.
Neue Gleisanlagen in Ammendorf mit Wendeschleife in der Regensburger Straße werden in Betrieb genommen.
Einstellung der Linie 34 und Abbau der Strecke Daspig - Spergau - Fährendorf.
Die Freiabstellfläche im Betriebshof Freiimfelder Straße wird fertig gestellt.
Einige Jahre später werden es die Tatrawagen sein.
Inbetriebnahme der neugestalteten Endstelle Trotha.
Neutrassierung der Strecke Mansfelder Straße - Gimritzer Damm mit neuer Saalebrücke.
Verlängerung der Strecke von der Paul-Suhr-Straße bis zum S-Bahnhof Südstadt.
Einfürhung des Entwertersystems auf allen Linien im Stadtgebiet.
Das gesamte Streckennetz kann mit Tatra-Fahrzeugen befahren werden.
Die Strecke Halle - Bad Dürrenberg ist bis auf ein kurzes Stück zweigleisig ausgebaut.
Inbetriebnahme der Neubaustrecke Böllberger Weg bis zur Wendeschleife Südstadt.
Inbetriebnahme der Strecke durch das Wohngebiet Silberhöhe zur Endstelle Beesen.
Vorstellung des in Eigenleistung der Hauptwerkstatt zum Zweirichtungswagen umgebauten ZT4D 901.
Ein neues Verbindungsgleis (Diagonalgleis) auf dem Marktplatz wird in Betrieb genommen.
Der Tatragroßzug 1030-1031-150 wird für Baustellenverkehre als Zweirichtungszug umgebaut.
Die letzte Tatra-Lieferserie gelangt in den Linieneinsatz. Damit wurden 323 Trieb- und 124 Beiwagen der Bauart T4D/B4D an die Verkehrsbetriebe Halle geliefert.
Letzter Einsatz von LOWA Wagen im Personenverkehr.
Die Trennung des Gleiskörpers der Straßenbahn vom individuellen Straßenverkehr in der Leninallee erfolgt durch neue Gleise auf einem Mittellstreifen.
Hallesche Verkehrs AG (ab 1990)
Gründung der Halleschen Verkehrs-Aktiengesellschaft und Eintragung in das Handelsregister.
Der erste GT4 trifft aus Stuttgart ein und ist seit September im Einsatz.
Insgesamt 30 dieser Gelenkwagen wurden dort preiswert erworben.
Dazu kommen neun Fahrzeuge dieses Typs als Geschenk der Stadt Freiburg/Breisgau.
Die Städte Halle und Halle-Neustadt werden zusammengelegt.
Die HAVAG übernimmt daraufhin auch den gesamten Omnibusverkehr der Stadt.
Der T4D Großzug 1151-1150-200 gelangt zur Modernisierung zum Mittenwalder Gerätebau nach Mittenwalde bei Berlin.
Abschiedsfahrt der Zweiachsfahrzeuge vom Typ ET62/T2D bzw. EB62/B2D.
Einführung neuer Tarife die den seit 1944 gültigen 15-Pfennig-Fahrschein bei der Straßenbahn ablösen.
Die neuen Tarife gelten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien und ermöglichen problemlosere Umsteigebeziehungen.
Die HAVAG betreibt nunmehr 14 Straßenbahn- und 20 Buslinien in der Stadt Halle und Umgebung.
Präsentation des ersten umgebauten Tatra-Triebwagens mit AEG-Leistungselektronik.
Die Modernisierung weiterer Tatrafahrzeuge läuft an.
Gründung der Verkehrs- und Tarifgemeinschaft (VTG) Halle mit der Deutschen Reichsbahn.
Übernahme des Tarifsystems auch auf der S-Bahn.
Inbetriebnahme des ersten ortsfesten Fahrausweis-Verkaufsautomaten mit Banknotenakzeptator auf dem Riebeckplatz.
Die 1. Niederflurstraßenbahn vom Typ MGT6D trifft bei der HAVAG ein.
Es ist das erste niederflurige Straßenbahnfahrzeug für ein Verkehrsunternehmen in den neuen Bundesländern.
Nachtlinien mit Sammelanschlüssen am Joliot-Curie-Platz, an der Lutherkirche und Rennbahn werden eingeführt.
Das 2. Niederflurfahrzeug vom Typ MGT6D wird nach Halle geliefert.
Das Modernisierungsprogramm der Tatra-Fahrzeuge ist abgeschlossen.
Insgesamt wurden beim Mittenwalder Gerätebau 82 T4D bzw. 41 B4D zu T4D-C bzw. B4D-C umgebaut.
Stilllegung der Verbindung Industrietor – Pfalzplatz über Rössener Brücke.
Am Pfalzplatz bleibt ein einfaches Gleisdreieck zum Wenden erhalten.
Alle 38 übernommenen GT4 wurden beim Mittenwalder Gerätebau modernisiert.
Die Seebener Straße wird grundlegend saniert und eine neue Gleisverbindung zur Trothaer Straße entsteht.
Erste Bauarbeiten für den neuen Betriebshof Rosengarten beginnen.
Das erste Niederflurserienfahrzeug (MGT6D) wird geliefert.
Grundsteinlegung für den Betriebshof Rosengarten.
Fertigstellung des neuen Betriebsgebäudes mit moderner Leitstelle im Betriebshof Freiimfelder Straße.
Eröffnung des Historischen Straßenbahndepots in der Seebener Straße.
Richtfest am Betriebshof Rosengarten.
Erstmals werden nicht mehr benötigte Tatrafahrzeuge an Betriebe im Ausland abgegeben.
Eröffnung des Betriebshofs Rosengarten und Jubiläum 115 Jahre Straßenbahn in Halle.
Gleichzeitige Schließung des Betriebshof Ammendorf nach 95 Betriebsjahren.
Erster Spatenstich für die Straßenbahnneubaustrecke nach Neustadt.
Inbetriebnahme des ersten Teilabschnittes der Straßenbahn nach Halle-Neustadt zwischen Rennbahnkreuz und
S-Bahnhof Neustadt sowie Übergabe des 50. Serien-Niederflurwagens MGT6D an die HAVAG.
Der 2. Teil der Neubaustrecke nach Halle-Neustadt zwischen S-Banhof Neustadt und Eselsmühle wird eröffnet.
Gründung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV). Weitreichende Tarifänderungen treten in Kraft.
Inbetriebnahme des 3. Bauabschnittes der Neubaustrecke in Halle-Neustadt bis zur Endstelle Göttinger Bogen.
Feierlichkeiten im Betriebshof Merseburg zum Jubiläum 100 Jahre Elektrische Straßenbahn Halle - Merseburg.
Der letzte Teil der Neubaustrecke in Halle-Neustadt wird bis zur Endstelle Soltauer Straße eröffnet.
Damit können erstmals seit 1999 auch Einrichtungsfahrzeuge über die Magistrale verkehren.
Der Einsatz von MGT6D-Doppeltraktionen entfällt, die GT4-Fahrzeuge werden im Personenverkehr nicht mehr eingesetzt.
Die GT4 werden nach knapp 13 Einsatzjahren in Halle durch die Halleschen Straßenbahnfreunde e.V.
mit einer Abschiedsfahrt aus dem Liniendienst entlassen.
Abgabe aller 27 noch vorhandenen GT4 nach Iasi (Rumänien).
Ein Großteil der noch vorhandenen nichtmodernisierten T4D/B4D wird abgestellt.
Erstmals werden Chopper-Fahrzeuge im Betriebshof Merseburg stationiert.
Beginn der Umbauarbeiten am Franckeplatz, in deren Zuge eine Gleiskreuzung entsteht,
welche die Neubaustrecke über den Glauchauer Platz und zum Riebeckplatz anbindet.
Nach 77 Jahren wird der Betriebshof Merseburg geschlossen.
Der Serienbetrieb von Video-Überwachungskameras in Straßenbahnen der HAVAG beginnt.
Anlieferung des ersten Niederflurfahrzeuges vom Typ MGT-K.
Offizielle Vorstellung des neuen Niederflurtyps MGT-K und gleichzeitige Verabschiedung der nichtmodernisierten Tatrafahrzeuge (T4D/B4D) aus dem Liniendienst.
Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) wird erstmals seit seiner Gründung erweitert.
Die MGT-K Fahrzeuge gelangen in den Linieneinsatz.
Vorbereitungsmaßnahmen zur Umgestaltung des Marktplatzes beginnen. Für mehr als 3 Monate ist der Marktplatz für Straßenbahnen in unterschiedlichen Bauabschnitten nur eingeschränkt passierbar. 19 Jahre nach Inbetriebnahme wird das Diagonalgleis entfernt und durch eine Gleisverbindung nord-östlich des Roten Turms ersetzt.
Nach großzügigem Umbau der Endstelle Kröllwitz wird der neugestaltete Haltestellenbereich durch die Linien 4 und 7 erstmals genutzt.
Durch die Bauarbeiten auf dem Marktplatz entstand ein Fahrzeugmehrbedarf, sodass die klassischen Tatrazüge 1086-1080-215 und 1127-1129-213 Anfang September kurzzeitig wieder in den Verkehr zurückkehrten. Mitte November kam das endgültige Ende, als letzter Vertreter war 1086-1080-215 auf der Linie 3 im Einsatz.
Nach knapp 7 Jahren wurde das Modernisierungsprogramm der T4D-C/B4D-C abgeschlossen. Dabei erhielten die Triebwagen
eine große Fahrerkabine samt Klimaanlage und ein überarbeitetes Fahrerpult. Die 48 Trieb- und 28 Beiwagen wurden mit
Haltestellenanzeigen ausgestattet und einer Neulackierung in den aktuellen Hausfarben rot/lichtgrau unterzogen.
Mit der Anlieferung weiterer MGT-K werden die ersten T4D-C/B4D-C entbehrlich und im ehemaligen Btf. Merseburg
abgestellt.
Die Umgestaltung des Marktplatzes einschließlich der Schmeerstraße wird abgeschlossen. Alle Haltestellen sind jetzt
mit behindertengerechten Bahnsteigen ausgestattet. Eingangs der Schmeerstraße ist ein neuer Gleiswechsel entstanden,
der den alten auf dem Marktplatz ersetzt.
Die Fahrkartenverkaufsstellen Silberhöhe und Merseburg werden geschlossen und durch Automaten ersetzt.
Weitere Tatrafahrzeuge werden nach Arad (Rumänien) verkauft. Mit veräußert wurden die letzten beiden B4D 213 und 215.
Außer dem historischen B4D 101 ist kein Tatrabeiwagen mehr vorhanden.
Am 04. Oktober begann die Vollsperrung des Riebeckplatzes zur Anbindung der neuen Gleisanlagen. Nach dreiwöchiger
Sperrung konnten am 23. Oktober die neuen Gleisanlagen unter dem Riebeckplatz feierlich in Betrieb genommen werden.
Der letzte MGT-K wird angeliefert und mit der Nummer 690 in Dienst gestellt.
Damit ist die Lieferung der 30 Fahrzeuge abgeschlossen.
Mit dem Fahrplanwechsel wird die Linie 3 nach 84 Jahren eingestellt. Auf allen Linien (mit Ausnahme der Linie 15)
wird Mo-Fr der 15-Minuten-Takt eingeführt.
Das Historische Straßenbahndepot in der Seebener Straße feiert seinen 10. Geburtstag. Das Wochenende stand außerdem
unter dem Motto "1200 Jahre Stadt Halle (Saale) - Industriegeschichte Waggonbau Gottfried Lindner AG". Zu diesem Anlass
waren der Triebwagen 16 (Bj. 1910) aus Ulm und Triebwagen 31 (Bj. 1931) aus Halberstadt zu Gast in der Saalestadt.
Beide Fahrzeuge wurden in der Lindner Waggonfabrik in Ammendorf gebaut.
Mit Eröffnung der Neubaustrecke Franckeplatz - Riebeckplatz tritt ein neues Liniennetz in Kraft. Die Linie 3 wird wieder
eingeführt und der Sammelanschluss im Spät- und Nachtverkehr vom Joliot-Curie-Platz auf den Marktplatz verlegt.
Der Einsatz von Chopperfahrzeugen wird weiter verringert.
Der Umbau der Wendeschleife Heide beginnt. Dies wird notwendig, um die Neubaustrecke nach Heide ‑ Kröllwitz
an das Liniennetz anzubinden.
Der 125. Geburtstag der Straßenbahn wird mit einem Fahrzeugkorso durch die Stadt gefeiert.
Die Neubaustrecke Heide - Kröllwitz wird ihrer Bestimmung übergeben.
Die ersten beiden T4D-C werden im Btf. Freiimfelder Straße zerlegt.
Beide Wagen wurden bei einem Unfall schwer beschädigt.
Die ersten optischen Fahrgastinformationstafeln werden in Betrieb genommen und zeigen die nächsten Abfahrtszeiten an.
Der alte "Rollenzielfilm" gehört bei allen Niederflurwagen der Vergangenheit an.
Alle Wagen wurden in den letzten zweieinhalb Jahren mit Matrixanzeigen ausgestattet.
Die Sanierung des Steinwegs beginnt, damit wird das Straßenbahnnetz in ein Nord- und Südnetz geteilt.
Mit dem Ausbau der Delitzscher Straße soll die Strecke in Büschdorf um rund 1,3 km in Richtung Osten verlängert werden.
Zunächst wird die bestehende Strecke zwischen Freiimfelder Straße und Büschdorf saniert, dazu muss der Betrieb
vorerst eingestellt und durch Busse ersetzt werden.
Die Umgestaltung des Steinwegs ist abgeschlossen, alle Linien verkehren wieder regulär.
Die Sanierung der Beesener Straße beginnt. Die Baumaßnahme wird in mehrere Phasen unterteilt und
sich über mehrere Jahre hinziehen.
An diesem Tag finden die Feierlichkeiten zu 40 Jahre Tatrawagen in Halle statt.
In Halle kehrt das akustisch/optische Abfahrtssignal in die Straßenbahnen zurück.
Als erstes Fahrzeug wird der MGT6D 647 mit dieser Technik ausgerüstet.
Der erste Teil der neuen Abstellhalle im Btf. Freiimfelder Straße wird in Betrieb genommen.
Mit dem Neubau der Klausbrücke beginnt auch die grundlegende Sanierung des Abschnittes Saline - Ankerstraße.
Mit der Verleihung des Designpreises am 19. Juni, verwandelte sich das Historische Straßenbahndepot
in eine Kunstausstellung. Bis Anfang Juli konnte die Austellung kostenfrei besucht werden.
Nach Sanierung eines weiteren Teilabschnitts Delitzscher Straße kann der Straßenbahnverkehr wieder
bis zur Haltestelle Grenzstraße in Betrieb genommen werden.
Die Hallesche Verkehrs AG setzt die Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte fort und bestellt 12 weitere Fahrzeuge vom Typ
MGT-K. Die Auslieferung der Wagen soll ab Juli 2012 beginnen.
Wegen starken Schneefalles am Heiligabend musste erstmals der gesamte Straßenbahnverkehr eingestellt werden.
Ab 26. Dezember konnten einige wenige Strecken wieder befahren werden. Erst am 30. Dezember war das gesamte Netz
wieder uneingeschränkt befahrbar.
Nach etwa einem Jahr Bauzeit konnte die Klausbrücke und Mansfelder Straße wieder für den Straßenbahnverkehr
freigegeben werden.
Erstmals werden nicht mehr benötigte T4D-C/B4D-C verkauft.
Im Mai und Juni werden 24 Trieb- und 20 Beiwagen nach Sofia in Bulgarien abtransportiert.
Die ca. 1,4 km lange Neubaustrecke in Büschdorf wird feierlich eröffnet. An der neuen Endstelle ist neben einem P+R Platz auch eine neue Umsteigestelle zum Bus entstanden.
Beginn der Sanierungsarbeiten zwischen Slawenweg und Lindenstraße in Merseburg. Gleichzeitig wird der Abschnitt zweigleisig ausgebaut. Durch den Inselbetrieb zwischen Merseburg und Bad Dürrenberg wird der ehemalige Betriebshof Merseburg wieder zur Abstellung von Fahrzeugen genutzt.
Nach dreieinhalb Jahren kann die grundlegende Sanierung der Beesener Straße abgeschlossen werden.
Das erste Fahrzeug von insgesamt 12 Triebwagen vom Typ MGT-K2 wird angeliefert.
Unter dem Namen STADTBAHN-PROGRAMM beginnt die Stadt Halle gemeinsamm mit der HAVAG die Sanierung zahlreicher Strecken im Stadtgebiet.
Durch starke Regenfälle und steigende Pegelstände der Saale musste der Straßenbahnverkehr wegen Hochwasser zwischen Heide und Rennbahnkreuz sowie zwischen Marktplatz/Franckeplatz und Rennbahnkreuz eingestellt werden. Nach rund einer Woche konnten die Strecken wieder befahren werden.
Mit dem Triebwagen 701 wird der 100. Niederflurwagen an die HAVAG ausgeliefert.
Mit der Sanierung der Torstraße konnte das 1. Teilprojekt des STADTBAHN-Programmes beendet werden.
Die ersten beiden halleschen Niederflurtriebwagen 500 und 501 werden nach Brandenburg abgegeben.
Die Sanierung der Großen Ulrichstraße im Zuge des STADTBAHN-Programmes wird abgeschlossen.
Die HAVAG erhält neue Busse vom Typ Citaro 2. Die Fahrzeuge werden der Öffentlichkeit im Betriebshof Freiimfelder Straße präsentiert. Die Busse tragen ein abweichendes Lackierungsschema in silbergrau/schwarz mit einem roten Streifen.
Nach Sanierung des Rannischen Platzes kann der Straßenbahnverkehr wieder aus allen Richtungen über den Platz rollen.
Fahrzeugkorso zum Jubiläum 125 Jahre elektrische Straßenbahn in Halle.
Einstellung der Linie 15 in Merseburg. Der Streckenabschnitt nach Merseburg/Süd wird ganztags von der Linie 5 mit bedient.
Letzter Betriebstag der alten Wendeschleife in der Südstadt. Mit dem Fahrplanwechsel am 24. September ging die großzügige Wendeanlage, die im Juli 1977 eröffnet wurde, außer Betrieb. Als Ersatzneubau entsteht am Knoten Veszpremer Straße/Südstadtring eine neue Wendeanlage für Zweirichtungsfahrzeuge.
Nach knapp zwei Jahren Bauzeit konnte der etappenweise Umbau des Knotenpunktes Am Steintor vollständig abgeschlossen werden. Damit konnte ein weiteres Puzzelteil im STADTBAHN-Programm beendet werden. Hauptaugenmerk war die Trennung von Straßenbahn- und Autoverkehr um die Unfallgefahr zu reduzieren. Gleichzeitig wurde ein Teil des Platzes in einen verkehrsberuhigten Raum umgewandelt.
Der Umbau des Knotens Veszpremer Straße/Südstadtring ist abgeschlossen. Neben einer Wendeanlage im Südstadtring ist auch eine neue Umsteigestelle zum Bus entstanden.
Der im Oktober 1997 geschlossene Betriebshof Ammendorf wird abgerissen.
Die umfangreich sanierte Große Steinstraße wird wieder in Betrieb genommen.
Die Sanierung der Strecke zwischen Heide und Rennbahnkreuz kann beendet werden. Im Bereich des Gimritzer Dammes wurden die Schäden, die beim Hochwasser 2013 entstanden sind, beseitigt und der Hochwasserschutz verbessert um künftige Überschwemmungen zu vermeiden.
Zum 50. Geburtstag der Tatrawagen in Halle findet ein Fahrzeugkorso statt. Im Anschluss verkehrte die Jubiläumslinie 50. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an.
Infolge der Corona-Pandemie schloss die Stadt alle Bildungseinrichtungen, gleichzeitig passte die HAVAG ihr Fahrtangebot an. Ab 23. März verkehrten die Busse und Bahnen nur noch nach einem Samstagsfahrplan.
Starke Schneefälle in der Nacht zum 07. Februar brachte die Straßenbahnverkehr fast völlig zum Erliegen. Erst ab dem 16. Februar konnten alle Linien im Stadtgebiet wieder ohne Einschränkungen verkehren, die Überlandbahn nach Bad Dürrenberg war erst ab 19. Februar wieder befahrbar.
Die umgestaltete Wendeanlage in Bad Dürrenberg geht in Betrieb. Eine feierliche Eröffnung fand am 07. Mai 2021 statt.
Der letzte modernisierte Tatragroßzug wird aus dem Linienverkehr verabschiedet.
In Merseburg wird das Jubiläum 120 Jahre Merseburger Überlandbahn gefeiert. Neben einem Fahrzeugkorso fand außerdem eine Fahrzeugausstellung im ehemaligen Betriebshof Merseburg statt. Erstmals war nach langer Aufarbeitung der historische Beiwagen 193 der Merseburger Überlandbahnen A.G. wieder im Einsatz.
Feierliche Inbetriebnahme des ersten Elektrobusses vom Typ Mercedes eCitaro an der Endstelle Kröllwitz. Gleichzeitig ging in Kröllwitz eine Ladestation in Betrieb, an der die E-Busse mittels Dachstromabnehmer die Batterien nachladen können.
Die Feierlichkeiten zum Jubiläum 140 Jahre Straßenbahn in Halle finden im Historischen Straßenbahndepot statt.
Die Sanierung der Mansfelder Straße machte eine eingleisige Betriebsführung notwendig, um den Verkehr auf der wichtigen Ost-West Verbindung zwischen Alt- und Neustadt aufrechtzuerhalten. Durch die geringere Streckenkapazität kamen auf den Linien 9/10 erstmals seit 2003 wieder MGT6D-Doppeltraktionen im Fahrgastverkehr zum Einsatz.
Die schrittweise Sanierung des Böllberger Weges finden ihren Abschluss. Im Sommer 2015 begann die erste Bauetappe. Zwischen Wiener Straße und Wörmlitz kam es zur Anpassung des Straßenverlaufes, sodass die S-Kurve in dem Bereich überflüssig wurde.
Feierliche Eröffnung der neuen Elisabethbrücke, die nach 15 Monaten Bauzeit erreichtet wurde. Gleichzeitig werden die Bauarbeiten in der Mansfelder Straße beendet. Kurz darauf endet auch wieder der planmäßige Einsatz der MGT6D-Doppeltraktionen im Fahrgastverkehr.
Der erste MGT6D wird nach einem Unfallschaden ausgemustert und zur Verschrottung abgefahren.
Etwa zweieinhalb Jahre nach Ende der Ausschreibung trifft der erste Niederflurwagen der nächsten Generation ein. Hersteller ist der Schweizer Fahrzeuglieferant Stadler. Insgesamt erhält die HAVAG 56 Fahrzeuge in zwei Ausführungen, die zur TINA-Plattform des Herstellers gehören.
Quellen:
- Bodo-Lutz Schmidt (1991): 100 Jahre elektrisch durch Halle
- Günther Bauer (1987): Transpress Straßenbahnarchiv (Band 4)
- Meyer, Raddatz, Schaaf (1994): 25 Jahre Tatrastraßenbahn in Halle/Saale
- Dieter Moritz (1992): Die Überlandbahnen im Raum Merseburg
- Hallesche Verkehrs AG (HAVAG)
- Hallesche Straßenbahnfreunde e.V. (HSF)